Lohnabrechnung Schweiz

Lohnabrechnung Schweiz

Was gehört zwingend in die Schweizer Lohnabrechnung?

Während die Sozialversicherungsabgaben in einem Angestelltenverhältnis vom Arbeitgeber erledigt werden, müssen sich Selbständige selbst Gedanken darüber machen. Besonders, wenn weiteres Personal angestellt ist. Der Arbeitgeber ist nämlich dazu verpflichtet, dem Arbeitnehmer eine schriftliche Lohnabrechnung auszustellen mit einer klaren Auflistung aller Abzüge und Zuschläge. Hier finden Sie eine kurze Übersicht, was zwingend in die Lohnabrechnung (Schweiz) gehört.

AHV / IV / EO

AHV (Alters- und Hinterbliebenenversicherung), IV (Invalidenversicherung) und EO (Erwerbsersatzordnung) bilden zusammen die Ausgleichskasse. Selbständigerwerbende müssen sich oder Angestellte bei der Ausgleichskasse anmelden, sobald der Jahresgehalt CHF 2’300.- übersteigt. Da bei Einzelfirmen der Jahresgewinn auch gleichzeitig dem Jahresgehalt entspricht, müssen auf den gesamten Gewinn AHV-Beiträge bezahlt werden.

Die Höhe der Sozialabzüge betragen für AHV 8,4%, für die IV 1,4% und für die EO 0,5%. Das sind total 10,3%, die zur Hälfte vom Arbeitnehmer und zur anderen Hälfte vom Arbeitgeber getragen werden, also je 5,15%. Selbständige übernehmen die eigenen Abzüge vollumfänglich selbst.

ALV

Die ALV (Arbeitslosenversicherung) für Selbständigerwerbende gibt es nicht, da das Risiko, keine Aufträge zu erhalten, von Unternehmern selbst zu tragen sind. Angestellte müssen jedoch obligatorisch bei der ALV versichert werden, da ihnen bei Erwerbsausfall ein angemessener Ersatz des versicherten Verdienstes zusteht. Der Anteil beträgt 2,2%, die ebenfalls je zur Hälfte von Arbeitnehmer und Arbeitgeber getragen werden.

NBUV

Die NBUV (Nichtberufsunfallversicherung) kann von Selbständigerwerbenden freiwillig abgeschlossen werden. Angestellte jedoch müssen obligatorisch versichert werden, wobei die Beiträge vollumfänglich vom Arbeitnehmer allein übernommen werden. Der Beitragssatz ist unterschiedlich und hängt von der jeweiligen Versicherungsprämie ab. Die BUV (Berufsunfallversicherung) hingegen wird allein vom Arbeitgeber finanziert.

Pensionskasse

Selbständigerwerbende können freiwillig in die 2. Säule einzahlen. Das kann sich lohnen, da die geleisteten Beiträge direkt bei den Bundes-, Kantons- und Gemeindesteuern abziehbar sind. Beiträge für Angestellte sind obligatorisch zu verrichten.

Kollektivkrankentaggeldversicherung

Eine Krankentaggeldversicherung kann von Selbständigerwerbenden freiwillig abgeschlossen werden, um bei einer möglichen Arbeitsunfähigkeit aus Invaliditätsgründen keine anhaltenden Lohnausfälle zu riskieren. Auch für Arbeitnehmer ist diese Versicherung nicht obligatorisch. Je nach (Gesamt-)Arbeitsvertrag kann sie aber vorgesehen sein.

Payrolling für weniger Aufwand

Die ganze Sozialversicherungsabgabe-Geschichte kann sehr aufwändig und kompliziert sein. Um das Ganze zu erleichtern können Sie auch Payroll Services in Anspruch nehmen. Freelancer geniessen durch einen Arbeitsvertrag den Schutz eines Angestellten. Unternehmen brauchen sich nicht um die Abgaben zu kümmern und brauchen nur eine simple Rechnung zu bezahlen.

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